Deutlich mehr Teilnehmer als bei Gegendemos –  Erkämpfte Frauenrechte nicht zerstören lassen

Regensburg. Unter dem Motto „Bayerische Frauenpower fordert Respekt“ hatten Fritz Zirngibl als stellvertretender Vorsitzender der Bayernpartei und Ante Serdarusic, Parteivize im Oberpfälzer Kreisverband Regensburg ziemlich kurzfristig zu einer Demonstration für den zurückliegenden Samstag auf den Rathausplatz in Regensburg eingeladen. Laut offizieller Polizeiangaben waren die beiden angemeldeten Gegendemonstrationen“ von Verdi unter dem Motto „Gegen Sexismus und Rassismus“ und der Antifa-Gruppe „Anita F“ mit „Rechte Hetze stoppen – Bayernpartei entgegentreten“ von rund 70 bis 80 Teilnehmern nicht so stark besucht, wie in einzelnen Medien berichtet. Aber auch die Bayernpartei hatte mit mehr Demonstranten gerechnet, als den offiziell zu Veranstaltungsbeginn von den Ordnungshütern gezählten 35 Teilnehmern. Immerhin wuchs deren Zahl zur Mitte der Veranstaltung hin dann doch noch auf 94 (plus drei Gegendemonstranten) das BP-Anliegen unterstützende Demo-Teilnehmer an.

Hintergrund für die Veranstaltung war die Gewaltorgie gegen vornehmlich deutsche Frauen in Köln während der Silvesternacht und das anschließende kollektive Versagen von Polizeiobrigkeit, Justiz und Politik.“Das läßt unsere Sorgen um die deutschen Frauenrechte gerechtfertigt erscheinen,“ so Zirngibl in seiner Auftaktrede. Frauenrechte dürften in unsere Gesellschaft nicht plötzlich wieder „verhandelbar“ werden oder zum minderwertigen Rechtsgut verkommen. Weder durch andere Kulturen und auch nicht durch andere Religionen. Toleranz sei recht und schön, habe jedoch dort ihre Grenze, wo die eigene Kultur beeinträchtigt wird. Zirngibl forderte auch, daß es bei Gewalt gegen Frauen grundsätzlich kein Wegschauen geben darf. Hier müsse jeder Zivilcourage zeigen, der eines Vorfalls Gewahr werde.

Ante Serdarusic, der Bayer kroatischer Abstammung und stellvertretende Kreisvorsitzende der Bayernpartei in Regensburg, beklagte in seinem anschließenden Beitrag das Versagen der Politik in der Asylantenfrage. Die Vorkommnisse von Köln seien letztlich Auswirkungen dieser naiven Politik. Serdarusic: „Mich stört auch, daß es jetzt in den Medien hauptsächlich um die Bestrafung der Täter geht, das Mitgefühl mit den Opfern aber leider völlig auf der Strecke bleibt. Verhaltensregeln für Frauen, wie ‘eineinhalb Armlängen Abstand zu fremdaussehenden Männern’ helfen nicht weiter.“ Die Bayernpartei wolle Zeichen setzten mit Hilfen für Opfer und mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft.“

Regina Schropp ist Fraktionsvorsitzende der Bayernpartei im Kreistag Weilheim-Schongau und stellvertretende Generalsekretärin der Partei. Als Hauptrednerin zeigte sich die „Power-Frau“ verwundert, „daß es gegen eine Bayernpartei-Veranstaltung, welche ein respektvolles Verhalten gegenüber Frauen fordert, Gegenveranstaltungen und Hetze gibt.“ Sie nahm Bezug auf das hohe Gut der Frauenrechte, für die Frauenrechtlerinnen lange in Deutschland gekämpft haben. Sie spannte den Bogen vom ersten Wahlrecht für Frauen imJahr 1919 auf der Weimarer Nationalversammlung bis hin zur ersten Ministerin im Bundeskabinett 1961. Diese erkämpften Errungenschaften der Gleichberechtigung dürfe man sich nicht kaputt machen lassen. Sie forderte die Frauen auf, sich gegen den Abbau ihrer Rechte zu wehren. Gleichzeitig müßten aber Gewalttäter, wie in Köln, welche die Frauenrechte mit Füßen treten, intensiv strafrechtlich verfolgt werden, wobei es keine Rolle spielen dürfe, welche Gepflogenheiten und Unsitten gegenüber Frauen in deren Herkunftsländern üblich sind.

Parteivorsitzender Florian Weber bedankte sich am Ende bei allen Teilnehmern der Veranstaltung und versprach, die Bayernpartei werde sich auch künftig zu Wort melden, wenn Grundrechte gefährdet sind. Die Partei werde den hunderttausendfachen Rechtsbruch der Kanzlerin und ihrer Gefolgschaft auch weiterhin nicht einfach so hinnehmen, ohne die Stimme dagegen zu erheben.